Heilige Taufe

Jesus Christus hat seinen Nachfolgern den Auftrag gegeben, alle Menschen, die an ihn als Sohn Gottes glauben möchten, zu taufen:
„Jesus Christus spricht: ‚Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 28, Verse 18 bis 20)


In der Taufe bekräftigt Gott sein Ja zu jedem einzelnen Menschen. Das Taufwasser wäscht den Menschen symbolisch rein von seiner Schuld, die er vor Gott und den Menschen begangen hat. Mit der Taufe wird neues Leben geschenkt, ein Leben in Gottes Nähe – für immer! Mit der Taufe wechselt der Getaufte aus dem Machtbereich des Bösen in den Machtbereich Gottes. So schreibt Paulus an die Gemeinde von Rom:
„So sind wir ja mit Jesus Christus begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ (Die Bibel, Brief das Paulus an die Römer, Kapitel 6, Vers 4)
Aus diesem Machtbereich Gottes fällt der Getaufte nicht wieder heraus, weil Gott ihn uneingeschränkt und ohne Vorbedingung liebt. Die Taufe ist deshalb nicht wiederholbar, sie gilt jedem Getauften ein für allemal, auch wenn das persönliche Ja zu Gottes Liebe und Begleitung erst später bewusst über die Lippen kommt. Der Täufling gehört mit seiner Taufe zum weltweiten Volk Gottes. Er ist Glied der Gemeinde der Heiligen.

Die evangelische Kirche lädt deshalb wie auch die römisch-katholische Kirche alle Menschen ein, sich taufen zu lassen – auch Kleinkinder. Weil das Geschenk der Liebe und Nähe Gottes allen Menschen gilt, auch denjenigen, die noch nicht selbst diese Liebe Gottes mit einem Ja bekräftigen können!
Dieses Ja sprechen die Eltern und Paten in Stellvertretung für den Täufling. Sie übernehmen damit eine große Verantwortung für die christliche Erziehung des Kleinkindes. Wenn es erwachsen wird, soll es dieses Ja zur eigenen Taufe persönlich bekräftigen.
Ihr Pfarrer freut sich darüber, wenn Sie sich als Eltern für die Taufe Ihres Kindes entscheiden. Alles Weitere wird Ihr Pfarrer mit Ihnen besprechen. Füllen Sie ganz unkompliziert das Formular aus und geben Sie es im Pfarramt oder direkt bei Ihrem Pfarrer ab. Ihr Pfarrer wird sich umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen und mit Ihnen die Taufe ihres Kindes vorbereiten.

Für die Taufe ist kein Mensch zu alt, auch kein Erwachsener! Wir freuen uns über jeden Menschen, der sein Leben in Ordnung bringen möchte und dabei der uneingeschränkten Liebe und Gnade Gottes vertraut. Damit ist der erste Schritt zur Taufe schon getan! Alles Weitere erfahren Sie bei Ihrem Pfarrer, der sich über Ihre Entscheidung freut. Nehmen Sie mit ihm Kontakt auf oder geben Sie das ausgefüllte Formular einfach im Pfarramt oder bei Ihrem Pfarrer persönlich ab. Er macht dann mit Ihnen ganz unkompliziert einen Termin für ein Gespräch aus.
 

 

Konfirmation

Du bist als Kind getauft worden, weil es sich Deine Eltern gewünscht hatten, und bist nun neugierig darauf, was es heißt, als Christ zu leben? – Gott freut sich über Deine Neugier! Bleibe neugierig! Um Dir manche Deiner Fragen beantworten zu können, treffen sich die Schülerinnen und Schüler der 7. und der 8. Klasse, die wie Du konfirmiert werden möchten, einmal wöchentlich für ca. 90 Minuten zum Konfirmandenunterricht. Hier kannst Du Deine Fragen zu Gott, zu Jesus Christus, zu Deinem Leben und zu vielem Anderen loswerden. Hier kannst Du aber auch spielerisch wahrnehmen, was es bedeutet, in einer Kirchgemeinde zu leben. Und im Konfirmandenunterricht lernst Du auch, warum Christen Gottesdienste sonntags oder an Feiertagen feiern. Hast Du Lust bekommen, einmal im Konfirmandenunterricht vorbeizuschauen? – Dann melde Dich einfach mit Hilfe des Formulars bei Deinem Pfarrer an. Er freut sich darauf, Dich kennenzulernen. Das Formular kannst Du per Post schicken oder im Pfarramt abgeben.

Sie sind als Kind getauft worden und haben nun als Erwachsener Ihr persönliches Ja zu Gott gefunden? – Das ist wunderbar! Ihre Kirchgemeinde möchte Sie nun auf Ihre Konfirmation vorbereiten. Kommen Sie doch zum Glaubensgrundkurs vorbei, der zweimal im Jahr stattfindet, und lernen Sie hier Andere kennen, die ebenfalls ihr Ja zu Gott gefunden haben. In offenen Gesprächen wird der Pfarrer mit Ihnen über den christlichen Glauben sprechen. Lassen Sie Ihre Fragen zu Gott, zu Jesus Christus, zur Kirche, zu den 10 Geboten usw. in die Gespräche einfließen. Erzählen Sie davon, was Sie am christlichen Glauben fasziniert. Nach ca. 10 gemeinsamen Gesprächsrunden besteht dann die Möglichkeit, im Gottesdienst konfirmiert zu werden. Dieses Fest bereitet der Pfarrer mit Ihnen im Vorfeld vor. Melden Sie sich doch einfach mal mit dem Formular bei Ihrem Pfarrer an. Er wird umgehend mit Ihnen Kontakt aufnehmen und alles Weitere mit Ihnen besprechen. Das Formular können Sie ans Pfarramt schicken oder direkt bei Ihrem Pfarrer zu den Sprechzeiten abgeben.

Das Fest der Konfirmation wird in einem Gottesdienst gefeiert, in unserer Kirchgemeinde traditionell am Palmsonntag, dem Sonntag vor dem Osterfest. In diesem Gottesdienst steht das Bekenntnis zu Jesus Christus, das persönliche Ja zur eigenen Taufe, die Fürbitte und der Segen Gottes im Mittelpunkt. Die gesamte Gemeinde freut sich mit den Konfirmanden und erinnert sich zugleich an das Geschenk der Taufe, das Gott jedem Menschen offenhält.

Die Konfirmation ist für Gemeindeglieder, die als Kinder getauft wurden, das persönliche Bekenntnis zu Jesus Christus als Gottes Sohn. Mit der Konfirmation erwerben Gemeindeglieder das Recht, selbst Taufpate von Kindern sein zu dürfen oder auch kirchlich heiraten zu können. Außerdem können Konfirmierte an den Wahlen zum Kirchenvorstand teilnehmen und auch selbst zum Kirchenvorstand gewählt werden.

 

Trauung / Gottesdienst zur Eheschließung

Wenn zwei Menschen an den Altar einer Kirche treten und sich dort das Ja-Wort geben, dann wollen sie sich den Segen Gottes für ihre Ehe zusprechen lassen. Ihre Liebe und ihr Bekenntnis, in guten wie in schlechten Tagen füreinander einzustehen, wird in einem besonderen Gottesdienst mit der Liebe und dem Treuebekenntnis Gottes zu uns Menschen verglichen. Deshalb stehen in einem solchen Gottesdienst Gottes Wort zur Ehe, das Traubekenntnis, festliche Musik, die Traupredigt und Gebete im Mittelpunkt.

Im Gespräch mit dem Pfarrer können Sie im Vorhinein Ihre Wünsche für die Gestaltung des Gottesdienstes einbringen. Ihre Verwandten oder Freunde können Teile des Gottesdienstes gestalten. Ein ganz wichtiger Punkt bei allen Vorbereitungen ist die Auswahl des Trauspruches, eines Verses aus der Bibel, der Sie in Ihrer Ehe ein Leben lang begleiten kann.

„Trauung“ heißt dieser Gottesdienst, wenn beide Eheleute Glieder einer christlichen Gemeinde sind; er nennt sich „Gottesdienst zur Eheschließung“, wenn nur einer von beiden Christ ist. Über die kleinen Unterschiede in der Gestaltung der Gottesdienstformen klärt Sie Ihr Pfarrer gern auf. Melden Sie sich einfach mit dem Formular zu einem Gespräch bei Ihrem Pfarrer an. Er wird alles Weitere mit Ihnen besprechen und Ihre Fragen beantworten.

 

Beerdigung

Gerade in Momenten, wo Menschen einen geliebten Partner oder Freund verlieren, ist seelsorgerische Begleitung wichtig. Ihr Pfarrer möchte Sie deshalb in Vorbereitung auf die Trauerfeier besuchen. In diesem Gespräch können Sie erzählen, warum der Verstorbene für Sie ein wichtiger Mensch gewesen ist und was Ihnen nach dessen Tod durch den Kopf geht. Vielleicht ist Ihnen ja ein Bibelvers bekannt, den der Verstorbene gern gelesen oder gehört hat. Über diesen Bibelvers wird der Pfarrer dann die Beerdigungspredigt halten.
Die Trauerfeier auf dem Friedhof ist ein guter Moment dafür, in Würde und Besinnung Abschied zu nehmen. In der Friedhofshalle können Sie mit Ihren Verwandten und Bekannten zur Ruhe kommen, sich das Leben des Verstorbenen noch einmal in Erinnerung bringen, mit Liedern Ihre Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod Ausdruck verleihen.
Die Anmeldung zur Trauerfeier geschieht gleichzeitig mit der Anmeldung der Bestattung in der Friedhofsverwaltung. Ihr Pfarrer wird sich dann umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.
 

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